Fertigstellung Internetauftritt (1.5. - 31.7.2018)

Der zweisprachige Internetauftritt stellt Motivation, Durchführung, Ziele und (Zwischen-) Ergebnisse des Vorhabens vor. Die Projektpartner stellen ihre Aufgaben dar und informieren über Neuigkeiten. Weiterhin wird schrittweise ein WebGIS aufgebaut.

Expertensystem, Überwachungs- und Frühwarnsystem (1.5. - 31.7.2018)

Programmierung eines zweisprachigen Expertensystems. Die relevanten Daten und Karten werden aufbereitet und eingepflegt. Das Expertensystem wird in Form eines WebGIS in den Internetauftritt eingebunden, um es so der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die konkreten Punkte zur Installation der Messeinrichtungen für das Überwachungssystem werden abgestimmt, festgelegt und die Installation koordiniert. Es werden die Tests durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit des Frühwarnsystems zu gewährleisten.

Ingenieurgeologische Gefährdungsgebiete (1.10.2018 - 31.7.2020)

Mit der detaillierten Kartierung sowie Sondierung und Probenahme zur labormäßigen Untersuchung werden die Gesteinseigenschaften (insbesondere Festigkeiten) festgestellt. Gleichzeitig werden die Verwitterungsprofile untersucht, da die Verwitterung zu Instabilitäten von Felsen führen kann. Mit den generierten geometrischen Modellen und vorhandenen digitalen Geländemodellen werden ingenieurgeologische Risikomodelle generiert. Mit diesen werden Szenarien zur Risikoprognose berechnet, um festzustellen, welche Bedingungen zum Versagen des Felsens in welchen Zeiträumen führen können. Ferner werden die Risiken bewertet und präventive Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung definiert.

Mit terrestrischen Laserscans werden geometrische Modelle von speziellen Felslokalitäten generiert, an denen sich auch die Monitoringsysteme befinden. Bestehende digitale Geländemodelle werden aufbereitet. Die Modelle werden für die ingenieurgeologischen Risikomodelle und für spezielle Bewegungsmessungen vom Fels verwendet. Die Bewegungsmessungen dienen der Prüfung der Genauigkeit und Funktionalität des Monitoringsystems. Zusammen mit der Analyse der Daten werden numerische Berechnungsmethoden hinsichtlich der allgemeinen Felsstabilität definiert und verbesserte präventive Sicherungsmaßnahmen abgeleitet. Sie werden für die Berechnungen und Verifizierung der ingenieurgeologischen Risikomodelle zur Risikoprognose bereitgestellt.

Klassifizierung Gefährdungsgebiete (1.8.2020 - 31.12.2020)

Die Daten fließen in das Expertensystem ein und ergeben einen aktuellen Gesamtüberblick über die geologischen Bedingungen und Anzahl von Felsstürzen. Daraus werden Gefährdungsgebiete abgeleitet, die sich aus dem Gefährdungspotenzial nur aufgrund der Geoprozesse ergeben. Zusammen mit den behördlichen Anforderungen, öffentlichen Belangen und der eigentlichen Nutzung der Areale werden die endgültigen Gefährdungen definiert und in das Expertensystem eingepflegt. So ist ein Gebiet mit vielen Felsstürzen zuerst einmal mit einer hohen Gefährdung verbunden. Liegt dieses in den Kernzonen des Naturschutzgebietes, mindert sich entsprechend die Gefährdung, da es hier zu keinen Personenschäden und Zerstörungen von Verkehrswegen kommen wird.

Gefährdungsmanagement, Bericht und Broschüre (1.1.2021 - 30.4.2021)

Es werden ingenieurgeologische Präventions- und Sicherungsmaßnahmen für verschiedene beispielhafte Felssituation erarbeitet, um so einen soliden Handlungsspielraum für die Behörden und Ämter zu ermöglichen. Diese Lösungen fließen in die Handlungsempfehlungen ein. Strategien für ein zukünftiges Monitoring sowie erweiterte Risikomodelle werden erarbeitet. Diese Modelle betreffen zukünftige grenzüberschreitende Verkehrsprojekte und dienen der Verbesserung von Gefährdungsprognosen.

Die generellen zukünftigen ingenieurgeologischen Fachthemen und konkreten Aufgaben der Fachgruppe sowie deren Umsetzungen werden definiert. Die Untersuchungen, installierten Systeme und Ergebnisse werden in einem zweisprachigen Bericht veröffentlicht.