Mai 2019

Nach der naturschutzrechtliche Genehmigung für die Installation des Monitoring- und Frühwarnsystem, erfolgt jetzt die Installation an folgenden Lokalitäten:

- Grenzbereich Schmilka,

- Schaarwände im Kirnitzschtal,

- Rauenstein sowie Gansbrüche bei Pötzscha,

- Hřensko (Böhmen).

Die Konfiguration und die Anpassung dieses Systems an die örtlichen Gegebenheiten wird durch die Firma EA Systems Dresden vorgenommen. Die Benutzeroberfläche für dieses System wurde ins Tschechische übersetzt und befindet sich im Probelauf.

Die zweisprachige Datenbank für das Georisiken-Expertensystem wird derzeit softwaremäßig vom Geoinformatikbüro Dassau umgesetzt und dann mit dem (Web-) GIS veröffentlicht. Fachleute bekommen unterschiedliche Nutzerrechte und die „allgemeine Öffentlichkeit“ kann sich über mögliche Ereignisse informieren. Zu diesem Expertensystem wird eine Applikation für Smartphones entwickelt, um über Felssturzereignisse zu berichten (nicht zu warnen!).

Die ingenieurgeologische Bewertung der Schaarwände im Kirnitzschtal ist abgeschlossen. Ergänzt wird diese durch Berechnungen zur Standsicherheit der Felsen sowie zur Schutzwirkungen der Bäume im Falle von Steinschlägen. Die gleichen Arbeiten sind für die Gansbrüche vorgesehen und sind gerade begonnen worden. Im Frühjahr-Sommer sollen dann diese Arbeiten am Großstein im Kirnitzschtal durchgeführt werden.

Die Postelwitzer Wände wurden zu DDR Zeiten umfangreich geologisch untersucht, so dass wir für einzelne Abschnitte ein detailiertes Vertikalprofil zum Schichtenaufbau sowie zu Kluftabständen haben. Derzeit führen wir Berechnungen zum Einfluss von Baumwurzeln auf mögliche Felsblocklösungen bei Sturmereignissen durch. Dies ist eine grundsätzliche Arbeit und soll, vereinfacht gesagt, die Hebelwirkung von Baumwurzeln in Klüften bei Sturmereignissen feststellen.